WASSERBETTEN
aus Wasser geboren - auf Wasser gebettet
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01.03.13

Sinn und Unsinn diverser Wasserbett-Systeme

 

Von Wasserbetten, die welche werden wollten.
Seit 1989 warnt der IWB vor Wasserbettsystemen, die eigentlich gar keine sind, weil die physikalischen Vorteile "weg-konstruiert" wurden. Noch heute werben einige davon im Handel um die Gunst des Kunden.

Die amerikanische Wasserbettenmesse der WMA, Waterbed Manufactor Association, in San Francisco, brachte wieder erstaunlich “Neues” an Entwicklung in Sachen “Waterbeds”. Die natürlichen Vorzüge des “floatation sleep” geraten in den Hintergrund, dafür bringen die Einsteiger aus der konventionellen Matratzenindustrie ihren Marketingeinfluss in der Produktentwicklung zum Ausdruck:
Federwirkung, Kammern, Zylinder, Schläuche, hydraulisch-mechanische Zusatzunterstützung, Lumbar-Polstereinlagen etc.. Die natürlichen Vorzüge des Trägers Wasser werden arg reduziert und zum Teil gar eliminiert. Mit ungeheurem Aufwand werden empfindliche Konstruktionen dargeboten, um dem Verkäufer Argumente aus der altgewohnten Matratzenverkaufssprache zu bieten. Die “Vorzüge und Wohltaten” des Prinzips Wasserbett bleiben dafür auf der Strecke.

Schläuche Abb.2 u.3
.. verhindern das Grundprinzip des Wasserbettes:
Wasserverdrängung für die auf/einliegende Person ist nicht mehr möglich. Die abgeschlossenen, nebeneinander liegenden Schläuche erzeugen Druck statt Entlastung. Abgesehen von den technischen Problemen der Beheizung und Haltbarkeit.

Hydraulik-, Kammersysteme
Der Bestseller schlechthin! Die alten, simplen Vlieseinlagen sind passee. Dafür gibt´s jetzt HighTech pur. “Hydraulische Unterstützung”. “Kammern” wie Gemütlichkeit und Geborgenheit. Sicherheit, weil vielleicht nur eine Kammer kaputtgeht. Kammern wie im Tanklastzug. Schlafkammer.
Runde, Ovale oder kubische Zylinder, die sich aufstellen, und sich durch die Öffnungen mit Wasser füllen. Beim Aufliegen erhält man einen aussergewöhnlich harten Liegeindruck, weil sich das Wasser nur langsam aus den Zylindern verdrängt. Nach Sekundenbruchteilen hat sich der Druck jedoch angepasst. Ein schlagendes Fühl-Argument für die Freunde der harten Matratzen. Nachteile: Wie die Federn in Federkernmatratzen erzeugen die Zylinder durch ihren Auftrieb/Druck erhöhte und damit verschlechterte Auflage-Druckwerte für den der auf der Matratze liegt, im Vergleich zu einem guten Wasserbett. Der erhöhte Auflagedruck wirkt partiell, und damit ist Schluss mit dem “fast schwerelosen Liegen”. Kalte Spots, das Wasser kann zur Wärmeverteilung kaum zirkulieren. Viele der filigranen Zylinder sind einem etwas heftigen Seegang kaum gewachsen, und wenn sie dann noch an der Außenhaut befestigt sind, ist die erste Sollbrauchstelle und Undichtigkeit vorgezeichnet. Das Entleeren zum Umzug funktioniert nur zum Teil, weil die Zylinder eine Menge Restwasser festhalten. Der regenerierte Rücken wird dann mit der unbändig schweren Quabbelmatratze auf härteste Probe gestellt.

Lumbar Abb. 5
... ebenso ein reitzendes Wort für den Verkauf, um Rückenleidende zu gewinnen. Dicke Flieseinlagen im Mittelfeld (Abb.5) sollen den Rücken im Lumbarbereich noch besser unterstützen. “Warum dann noch Wasser?” fragte ein Journalist, “wenn doch Polstermaterial unterstützen soll?” Recht hat er. Der Anfang vom Ende. Die “Vorzüge und Wohltaten” der Wasserbettphysik ad absurdum geführt.

Präge-, Tiefziehfolien Abb.11
Die Wasserkern-Oberfläche erhält eine Prägung (Abb.11), um die Oberfläche zu vergrößern und dadurch den Druck zu verringern. Funktioniert aber nicht, weil der Aufliegende seine Oberfläche nicht vergrößert und anpasst. Der Körper wird getragen wie von dem Netz einer Hängematte. Der Druck erhöht sich partiell und man muss sich wieder öfters drehen, um die Blutzirkulation in den Hautgefäßen zu gewährleisten.

Pracht-Ecken Abb. 12 u. 13
Extra groß und stark, mit viel Raum für goldene Lettern. Nachteil: Doppelte und gar verschiedene Materialien führen bei den extremen Bewegungen in den Ecken zwangsläufig zu ersten Sollbruchstellen durch Materialspannung und Weichmacherausspülung.
Nahtlos wär´ der Zukunftstraum, zumindest aber kleine, geschmeidige, nicht störende Ecknähte aus gleichem Material.


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