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30.10.15

Fragwürdige Obergrenzen bei Formaldehyd

 

Formaldehyd, fördert Allergien. Bei "selbstgebauten Wasserbett-Podesten" ist Vorsicht geboten, da die zulässigen Formaldehyd-Obergrenzen, bei handelsüblichen Spanplatten, von Medizinern in Frage gestellt werden. Besonders bei einem solch direkten Kontakt, wie im Bett, sollte man nicht am falschen Ende, auf Kosten der eigenen Gesundheit, sparen und zu minderwertigen Spanplatten greifen.

Im Handel sind formaldehydfreie Holzbauplatten, meist aufgrund von zu hohen Kosten, kaum erhältlich. Uns ist nur ein Wasserbettenhersteller bekannt, der entsprechendes Material, trotz steten "Preiskämpfen" verwendet.

In 80 Haushalten mit insgesamt 53 an Asthma erkrankten und 95 gesunden Kindern, wurde die Formaldehyd-Konzentration, mit einem Durchschnittswert von 15,8g/m³, im Vergleich zu 0,7g/m³, im Freien, gemessen. Hierbei zeigte sich ein linearer Zusammenhang, zwischen der Formaldehyd-Konzentration im Kinderzimmer und dem Atopie-Risiko.  Für einen Anstieg um jeweils 10g/m³ ergab sich eine um 40% höhere Wahrscheinlichkeit einer Sensibilisierung gegen ein Umwelt-Allergen. Jedoch konnte kein eindeutiger Bezug, zwischen Formaldehyd-Exposition und exogen-allergischem Asthma bronchiale, nachgewiesen werden. Allerdings konnte man beobachten, dass Kinder, mit Atemwegserkrankungen, wenn sie Konzentrationen von über 50g/m³, ausgesetzt waren, häufiger Beschwerden hatten.

Die tolerierbaren Grenzwerte sollten überdacht werden.
Garrett MH et al.:Increased risk of allergy in children due to formaldehyde exposure in homes. Allergy 54 (1999)330-337

Formaldehyd, mit einem Produktionsvolumen, von 60.000t/Jahr, ist einer der wichtigsten Grundstoffe, der chemischen Industrie. Man findet diesen Grundstoff , in vielen Alltagsprodukten, wie Kunststoffen, Spanplatten, Möbeln, Textilien, Leder, Kleb- und Schaumstoffen, Bioziden, Medikamenten, Kosmetika und Körperpflegemitteln, Farben, Wasch- und Reinigungsmitteln...

Außerdem kommt Formaldehyd in Lebensmitteln, wie zum Beispiel in geräucherten Fleischprodukten oder im Röstkaffee vor. Es kann aber auch biogen, bei der Zersetzung, biologischen Materials und im Zellstoffwechsel, sowie als Produkt, unvollständiger Verbrennungsprozesse (u.a. im Tabakrauch), entstehen.

Von der Gesamtproduktion werden etwa 15% als wässrige, 30-40 % -ige Lösung zur Desinfektion eingesetzt (Formalin). Im medizinischen Bereich wird es zur Desinfektion, Sterilisation und Konservierung verwendet.

Dadurch, dass Formaldehyd auch in Baumaterialien verwendet wird, gilt es als einer der häufigsten, organischen Luftschadstoffe und wird gleichzeitig auch als Mitverursacher des "Sick-Building-Syndroms" diskutiert.

Es ist ein Bestandteil von Leimen in Holzwerkstoffplatten, vor allem in Holzspanplatten. Als Leime in Holzmaterialien werden u.a. Harnstoff-Formaldehydharzleime ( UF-Leime), Melaminformaldehydleime ( MF-Leime) und Aminoplastmischharzleime (MUF -Leime) eingesetzt.

Nach großflächiger Anwendung und Einbau entsprechend gefertigter Holzwerkstoffe kann es auch in Schulgebäuden zu erhöhten Einträgen von Formaldehyd in die Raumluft kommen. Die Höhe der Formaldehydabgabe aus Spanplatten wird auch durch die raumklimatischen Bedingungen beeinflusst. Höhere Raumtemperaturen und höhere relative Luftfeuchtigkeiten erhöhen die Emissionsraten.

Darüber hinaus, kann Formaldehyd, auch durch den Gebrauch, von Reinigungs und Desinfektionsmitteln freigesetzt werden und in die Raumluft gelangen.

Schon im Jahr 1977 gab es eine Kommission, des damaligen Bundesgesundheitsamtes (BGA), die sich mit möglichen gesundheitlichen Folgen, erhöhter Formaldehydkonzentrationen in Innenräumen, beschäftigte.


Formaldehyd ist in der MAK- Liste in die Gruppe III B eingestuft für Substanzen mit begründetem Verdacht auf krebserzeugendes Potential.
Als Symptome bei akuter Vergiftung können sich: Schleimhautreizungen, Atemwegsreizungen, Tränenfluss, Husten und Atemnot zeigen. Zentralnervöse Symptome, wie eine Minderung der Konzentration und Leistungsfähigkeit, Schlaf- und Gedächtnisstörungen sowie Kopfschmerzen sind vor allem bei chronischer Exposition im Innenraum zu beobachten.
Formaldehyd ist außerdem ein Kontaktallergen.


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