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Wasserbetten - Lexikon
Fachwörter Verzeichnis
Wasserbett ist nicht gleich Wasserbett
Bei der Wahl des richtigen Wasserbettes sind einige Dinge zu beachten, dieses kleine Lexikon soll Ihnen dabei behilflich sein. Es gibt eine Vielzahl an Wasserbettvarianten, die nicht alle pauschal zu erwartenden Vorzüge erfüllen. Verschiedene Systeme reduzieren gegebenenfalls erheblich die Vorteile und die Lebenserwartung eines Wasserbettes.
* Allergiker: Durch die ausgezeichnete Hygiene* des Wasserbettes bietet es entscheidende Vorzüge für Allergiker. Allergiker-Textilauflagen verlangen!
* Auflagedruck: Auf Wasser liegend, wird der Körper gleichmäßig gestützt. Keine Druckstellen an Schulter, Hüfte und Fersen, und kein Durchhängen der Lendenwirbelsäule. Wasser paßt sich jeder Form an und stützt dennoch wie Stein. Bei einem Druck auf die Hautgefäße von mehr als 28 mm HG wird der Blutkreislauf beeinträchtigt. Bei einem vollvolumigen Wasserbett liegt selbst der höchste Auflagedruck unter 28 mm HG. Bei konventionellen Auflagen liegt der Auflagedruck an den Körperschwerpunkten mehrfach über dem Grenzwert. Das erzwingt vielfaches Drehen und Wenden in der Nacht. Dabei werden jedes Mal die Tiefschlafphasen* unterbrochen.
* Baby Wasserbetten eignen sich nicht nur für Frühgeborene sondern auch für Neugeborene und Babys. Sie sind ideal als nächste Phase nach der Lagerung im Mutterleib. Das Wasserbett fördert natürliche Kopfformen, ermöglicht Rückenlage, beseitigt Windeldruck, sichert Mobilität, fördert das Gleichgewichtsgefühl, führt zu schnellerem Einschlafen, längeren Tiefschlafphasen, erhöhter Wachstumshormonproduktion, größerer Zufriedenheit und beeinflußt somit die gesamte Entwicklung.
* Bandscheiben werden auf einem WB größtmöglich gestützt. Es ist die einzige Möglichkeit neben dem Schwimmen seine Wirbelsäule wirklich zu entlasten.
* Bodenfolie mit möglichst nur einer Naht. Schwarze, sogenannte Wärmeleitfolien sind meist 2.Wahl-Folien, die mit einer zusätzlichen Naht eingearbeitet werden. Folienverträglichkeit* und Bruchanfälligkeit* prüfen!
* Bruchanfälligkeit: Wasserbettfolie kann bei unverträglichen Nachbarstoffen spröde werden. Siehe auch Folienverträglichkeit* oder mangelnder Pflege*.
* Dekubitus: Wassermatratzen haben sich in Kliniken als natürlichste und beste Antidekubitusmatratzen erwiesen.
* Druckverteilung: Siehe Auflagedruck*.
* Dual (Duo): Doppelbett mit getrennten Wasserkernen und zwei Heizsystemen. Empfehlenswert für stark unterschiedliche Körpergewichte. Individuelle Temperaturwahl, Bewegungen werden auf einen Wasserkern begrenzt. Eine Trennung sollte kaum spürbar sein.
* Ecken: Die Archillesferse des Wasserkerns. Sollten klein und geschmeidig gehalten werden, weil Schweißnähte und andere Materialveränderungen die Flexibilität und Haltbarkeit schwächen. L- oder T- Ecknähte sind der Form entsprechende Eckverbindungen.
* Elektrosmog: Siehe Strom.
* Energiebatterie: Der Wasserkern ist eine ungewöhnlich große Energiebatterie. Bei Aufladung tagsüber wird nachts keine Energie benötigt.
* Erdstrahlen (Wasseradern) entstehen durch Reibung des fließenden Wassers. Stehende Gewässer, also auch Wasserbetten isolieren gegen Erdstrahlen.
* Fliesberuhigungssysteme (F2): Technische Bezeichnung für Wellenberuhigung mit verschiedenen Lagen Flies.
* Folienadditive: Weichmacher sollten Lebensmittelecht sein. Bei Importen häufig Schwermetalle wie Kadmium oder Blei. Schimmernde Farbzusätze schwächen das Material. Schwarze Folien im Bodenbereich, sogen. schwarze Wärmeleitfolien, sind in der Regel billige Regeneratfolien.
* Folienstärke: Für den Wasserkern sollte sie 0,6 mm betragen, dickere Folie führt zu Brüchen. Prägungen verdünnen die Folienstärke. Sicherheitsfolien liegen bei 0,2 bis 0,4 mm Folienstärke.
*Folienverträglichkeit: Wasserbettfolie kann spröde werden, zum Beispiel bei unverträglichen Nachbarstoffen. Besonders Lösungsmittel, andere PVC-Sorten und Kunststoffe lassen den Wasserkern mitunter rapide altern. Garantieansprüche* sind bei unzulässigen Kombinationen meist ausgeschlossen.
* Freeflow (FF): Unberuhigte Wassermatratze.
* Füllmenge (Füllhöhe): Wichtiger Faktor für die richtige Anwendung ist die Füllmenge. Unterscheidet sich nach Größe des Kernes, des Körpergewichtes und des individuellen Rücken- und Komfortbedarfs. Zu wenig Wasser kann zu Muskelspannung im Lendenbereich führen, zu viel Wasser zu Nackenverspannungen (auf Berg liegen, Streckung). Faustregeln: leichtes Durchsitzen: Füllhöhe O.K. Oder rechnerische Füllmenge abzüglich 3/4 des Körpergewichtes. Mit der Füllmenge spielen!
* Garantie: fünf Jahre Garantie auf das Material und die Verarbeitung des Wasserkerns sind bei Komplettsystemen üblich, ein bis fünf Jahre für Heizsysteme. Garantiezusage hinterfragen, Hafter und Produktenhaftpflichtversicherer prüfen. Bei Importen ist der Händler oft selbst Garantiegeber und Haftender, oft ohne es zu wissen. Garantien von 10 oder 15 Jahren sind in der Regel sich reduzierende Garantien, beispielsweise gibt es nach 10 Jahren noch 15 % Rabatt auf einen neu zu kaufenden Kern. In Deutschland nach UWG nicht zugelassen.
* Geruch: Durch Kondenswasser* zwischen Wasserkern und Sicherheitsfolie. Grund: Zu niedrige Betriebstemperatur oder ungepflegtes Wasser.
* Länge x Breite x Höhe des Wasserkerns ergibt die Literzahl und somit die Kilozahl der Füllmenge. Das Gewicht vollvolumiger Wasserkerne wurde durch ein Grundsatzurteil als unbedenklich auch für Mietwohnungen eingestuft. Selbst für Holzbalkendecken kein Problem!
* Hardside: Die Urform. Das Möbelstück ist tragendes Becken für den Kern. Großes Volumen*, spannungsfreie Auflage, dominierende Möbelform aber schroffe Kante.
* Heizung: Siehe auch Wärme. Technische Grundlage für die einwandfreie Funktion eines guten Wasserbettes, um Kondenswasser zu vermeiden, Körperschweiß abzuführen und Wohlbefinden zu sichern. Erhebliche Qualitätsunterschiede. Die Qualitäten steuern die Lebenserwartung der anliegenden Materialien und die Verträglichkeit de dauerhaften Benutzung. Stand der Technik sind echte Keramik-Aluminium Heizsysteme ohne Widerstandsschleifen, ohne Elektrosmog, mit selbstregulierendem Überhitzungsschutz. Allerdings wird der Begriff “Keramik” mittlerweile häufig missbraucht. Eltronische Steuerteile sind oft in Keramik gehalten - die sind nicht mit dem Begriff Keramikheizung gemeint!
* Hochfrequenz (HF) Schweißen ist die molekulare Verbindung von Folien ohne Hitze und somit besonders hochwertig.
* Hydraulik: Kammersysteme zur Wellenberuhigung. Eingearbeitete Folienkammern mit Öffnungen, durch die das Wasser langsam ein- und austreten kann. Straffer Liegeeindruck. Kammerschwimmer sind gelegentlich als Druckpunkt spürbar.
* Import: Meist Wasserkern, Sicherheitsfo-lie und Heizung, die nicht immer dem heimischen Qualitätsanspruch entsprechen. Gründe: Weichmacher, Schwermetalle, PVC-Unverträglichkeit, Sicherheitsmängel, fehlende Garantie. Ersatzansprüche geregelt durch Importeur oder Händler?
* Isolierung: Der Wasserkern liegt gut isoliert eingebettet. Die Wärmeabgabe nach oben ist abhängig von der Bettabdeckung. Der Stromverbrauch liegt bei 8 bis 15 Mark pro Monat pro Doppelbett.
* Keilkissen: Für Wasserbetten entwickelte Kopfkissen zur Hochlagerung des Oberkörpers.
* Kammern: Siehe Hydraulik.
Klettverschluß: Nur bedingt tauglich, dem Reißverschluß* in Standfestigkeit unterlegen.
* Komfort: Durch gleichmäßige Unterstützung und Wärme. Siehe Verdrängungsprinzip*. Konstruktive Qualitätsunterschiede durch Folien, Zuschnitt, Rahmen, Textilabdeckung, Materialien, Heizung* und Beruhigungssysteme*.
* Kondenswasser kann sich zwischen Wasserkern und Sicherheitsfolie bei Betrieb ohne Heizung oder zu niedriger Temperatur bilden. Kann zu Fäulnisgeruch* führen.
* Konditionierer (Kondi): Frischhaltemittel für das Wasser im Wasserbett. In aller Regel sind die Qualitäten folienzerstörend (nach Ablauf der Garantie). Achten auf “ohne Folienverhärter”.
* Konstruktive Unterschiede: Siehe Qualitäten.
* Leichtgewicht: Matratzen mit ca. 5 bis 10 cm Füllhöhe. Das Verdrängen von Wasser ist kaum möglich, der Komfort wird deutlich reduziert. Die Beheizung ist problematisch, ohne Heizung besteht Fäulnisgefahr durch Kondenswasser. Geeignet als Reise- oder Notmatratze, bedingt auch im Krankenpflegebereich.
* Liegekomfort: Siehe Komfort.
* Liner: Englische Bezeichnung für die Sicherheitsfolie.
* Masterpiece (MP): Symbiose der Vorzüge aus Hardside und Softside.
* Nähte: Die empfindlichsten Stellen des Wasserkerns. Erfordern bei der Verarbeitung höchste Präzision von Mensch und Maschine. Je weniger Nähte desto besser! Empfehlenswert: Ausschließlich Lappnähte; Nahtbreite ca. 2 cm. Hochfrequenzverfahren*
* Outline: Sicherheitsfolie aussen, über Polster und Rahmen gehend.
* Pflege: Regelmäßig besten Konditionierer zum Wasser geben, Textilauflage je nach Anforderung reinigen, waschen oder kochen. Vinylhaut des Wasserkerns mit Vinyl Wash reinigen. Auf richtigen Sitz der Komponenten achten.
* Platzen: Ohne Druck im Wasserbett nicht möglich.
* Prägungen: Siehe Folienstärke*.
* Qualitäten: Siehe Wasserbett* und Komfort*.
* Regeneration: Aus dem Hochleistungssport liegen beeindruckende Ergebnisse vor, daß auf Tassobetten erheblich verbesserte Entspannungs- und Regenerationswerte erreicht werden. Dazu auch: Pilotstudie von Dr. Bram van Dam. Siehe auch Tiefschlafphasen,* Auflagedruck,* STH*.
* Reinigung: Siehe Pflege*.
* Reißverschluß: Teilbar und mit großer Zahnung zur Abnahme der textilen Liegefläche. vom Textil-Liner*. Siehe Klettverschluss*.
* Röhren: Nebeneinander liegende Längsschläuche von ca. 20 cm Durchmesser, 12 cm Füllhöhe. Das Verdrängen von Wasser ist kaum möglich, der Komfort wird stark reduziert, die Beheizung ist problematisch.Ohne Heizung besteht Fäulnisgefahr. Hohe Defektrate durch vielfache Menge an Nähten* und hohe Materialbeanspruchungen. Geeignet für spezielle orthopädische Lagerungen, nicht für den normalen Gebrauch.
* Rücken -gerechte Lagerung auf einem Wasserbett.
* Schwebeschlaf: Siehe Leichtgewicht*und Bandscheibe*.
* Schwitzen: Siehe auch Schwitzfeuchtigkeit*. Man schwitzt auf einem Wasserbett nicht stärker als normal. Durch Temperaturerhöhung kann ein gewünschter Schwitzvorgang kräftig unterstützt werden (lange Aufwärm- u. Abkühlzeiten beachten).
* Schwitzfeuchtigkeit: Körperfeuchtigkeit wird bei einem Qualitätswasserbett durch die aufsteigende Wärme durch die atmungsaktive Textilauflage nach oben abgeleitet. Bei zu geringer Temperatur: Kondenswasser*.
* Seekrank wird man im WB genau so wenig wie das Baby im Arm der Mutter, auf dem Schaukelstuhl oder in der Wiege. Wiegende Bewegungen sind unmittelbar Schlaf-und Entspannungsfördernd. Siehe auch Beruhigungssysteme*.
* Softside (SS): Wasserkernmatratze, einbaubar in jedes Bettgestell. Mit integrierter Polsterwanne und Textilbezug. Meist konischer Zuschnitt. Polsterrahmen verkleinert die Liegefläche auf Wasser. Ein- und Aussteigen und Sitzen am Rand wie gewohnt. Hochwertigste Liegefläche erforderlich. Auf Materialqualitäten und -verträglichkeiten achten.
* Somatotrope Hormon STH: Regenerations- bzw. Wachstumshormon, das fast ausschließlich in den Tiefschlafphasen* vom Körper produziert wird. Siehe auch Regeneration*.
* Stand-up: Selbststehende Hardside Sicherheitsfolie
* Statik: Siehe Gewicht.
* Strahlungen: Stehende Gewässer, so auch das Wasserbett, wirken isolierend gegen Erdstrahlen.
* Stromstrahlung hängt vom Heizsystem ab. Siehe Heizung
* Stromverbrauch: Je nach Umgebungstemperatur und Isolierung, besonders der oberen Textilabdeckung (Federbett/Tagesdecke), ca. 8 bis 15 Mark pro Monat. Das entspricht einem kleinen Kühlschrank oder einer 80 Watt Lampe. Siehe auch Isolierung* und Stromstrahlung*.
* Teddy: Liegefl. aus kochf. Polyesterflor.
* Textil-Liner: Kombination von Liner* und Textilauflage bei TASSO-Betten.
* Tiefschlafphasen: Die gleichmäßige Druckverteilung* verlängert erheblich die Tiefschlafphasen und erhöht damit die körpereigene Produktion des Regenerationshormons STH. Siehe Somatotrope Hormon*.
* Uno: Durchgehender Wasserkern in Doppelbetten.
* Verdrängungsprinzip ist das physikalische Prinzip des Liegekomforts* auf Wasser. Zur gleichmäßigen Unterstützung eines ausgewachsenen Körpers ist ein vollvolumiger* Wasserkern ab 20 cm Füllhöhe erforderlich.
* Versicherung: Haftpflicht deckt Schäden Dritter, die private Hausratversicherung deckt den eigenen Schaden nach Anmeldung und Regelung.
* vollvolumig: Wasserkerne ab 20 cm Füllhöhe.
* Volumen: Siehe Verdrängungsprinzip.
* Wärme: Ein wesentlicher Vorzug eines Wasserbettes, neben der gleichmäßigen Druckverteilung. Empfohlene Betriebstemperatur: 28° C. Das entspricht der Hauttemperatur. Wärme wird dem Körper gegeben und nicht entzogen. Sie fördert die Entspannung und Entkrampfung der Muskulatur und sorgt für eine optimale Regeneration.
* Wasserbett: Druckfreies Liegen auf warmem Kern. Gleichmäßige Unterstützung und beste Hygiene, antiallergisch. Besteht aus Wasserkern, Sicherheitsfolie, Heizung, Textilabdeckung, Trägerpodest und Möbel. Die optimale Auslegung jeder einzelnen Komponente und die Verträglichkeit untereinander sind Voraussetzungen für Qualität, Funktion, Komfort und Lebenserwartung.
* Wasserfilm: Leichtgewichtmatratze mit 5 cm Füllhöhe.
* Wassermatratze: Besteht aus Wasserkern, Sicherheitsfolie, Heizung, Polsterwanne, Textilumfassung und -Abdeckung. Leichtgewicht* oder vollvolumig*.
* Weichmacher: Siehe Folienadditive*.
* Wellenberuhigungen: Siehe Beruhigung*



