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28.01.10

Deutsches "schlaf gut" bis in den Weltraum

Neue Schlafsysteme auch für den Weltraum aus München und Oer-Erkenschwick.

 

Für den weit entferntesten Außenposten der Menschheit, die internationale Raumstation ISS (International Space Station), entwickelte die TU München, Thomas Dirlich und Prof. Igenberg, gemeinsam mit Tasso Schielke und der ISIS Schlafforschung Münster, dem westfälischen Wasserbetten Hersteller und der NASA ein Schlafsystem für die Astronauten in der Schwerelosigkeit. Die Versuche der Wissenschaftler und Hersteller in simulierter Schwerelosigkeit durch Parabelflüge bei der NASA in Houston, Texas, Ende Oktober erhielten die Note 6,5 von 7 als Bestmögliche. Als weltweit führender Hersteller für Wasserschlaf- und Regenerationssysteme mit großem Fundus an wissenschaftlicher Grundlagenforschung in Sachen Schlaf und Regeneration und mit umfangreichen eigenen Produktionsmöglichkeiten konnte die Vontana Industrie das SpaceBed für die ersten Tests in Schwerelosigkeit zur vollen Zufriedenheit selbst der kritischen Astronauten gebaut und perfektioniert werden. Der physiologische Erfolg der von Tasso Schielke entwickelten Betten, einer neuen Generation von Wasserbetten auf Erden, basiert in erster Linie auf möglichst schwerelosen Liegeeigenschaften, die den Körper absolut gleichmäßig stützen und die orthopädisch, schlafmedizinisch und regenerativ bisher kaum erreichte Werte erzielen konnten. Die Analyse der Ist-Situation des Schlafes in der Raumfahrt und seiner Aufgabenstellung bestätigte die Artverwandtheit mit den Zielsetzungen des deutschen Wasserbetten-Produzenten, der prompt praktikable Lösungen liefern konnte. Wie Dr. Rosenberg von der ISIS berichtet, lag der Stand der NASA-Forschung für regenerativen Schlaf im All bei Null. Die Astronauten sollen in der wichtigen Ruhephase nicht nur gegen das gefährliche Umherschweben gehalten und gesichert werden wie bisher, sondern die allgemeinen Schlafkomponenten wie Gefühl, Druck, Komfort, Lage der Wirbelsäule etc. sollen erfüllt werden. Unter medizinischen und schlafphysiologischen Gesichtspunkten soll eine Situation von Körperlichkeit (sanfter Druck), Wohlgefühl, Entspannung und orthopädisch richtiger Unterstützung der spezifischen Körperformen geschaffen werden. Die auch im All auf acht Stunden angesetzte Schlafzeit soll so zur echten Human-Tankstelle für Energie und Leistung werden. Langjährige Referenzen konnte die TU München bereits vorzeigen durch ihren Weltraumstuhl von Johann Huber, der vor mehr als fünfzehn Jahren den MunichSpaceChair entwickelte, welcher dann zehn Jahre auf der MIR mitflog. Hans Huber arbeitete mit Tom Dirlich federführend an diesem "Schlaf"projekt. Großes Engagement kam herstellerseits von Tasso Schielke, Industrie Designer, Pilot, Namensgeber und Entwickler zukunftsweisender Schlafsysteme made in Oer-Erkenschwick mit bundesweit ca. 250 Arbeitsplätzen.
Zur Zeit werden Regenerationsstätten für das Astronauten Trainingslager vorbereitet, und für das BioPlex Programm entwickelt. Das BioPlex-Programm ist ein Vorbereitungstraining für das Leben im geschlossenen biologischen System, - wie für die erste Marsstation). Weiter für die Mars Trainingslager in den Wüsten von Utah sowie im Nordpolgebiet.

 

 

Der deutsche Astronaut Thiele bei der NASA in Houston, dahinter Johann Huber, Erfinder des MIR-Stuhls; rechts Tom Dirlich, Entwickler des TassoSpaceBeds.