AUS WASSER GEBOREN - AUF WASSER GEBETTET
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Betten-Fachhandel versagt seinen Dienst
Wir wissen alle, dass es keine besseren, menschenwürdigeren Schlafsysteme gibt, als gute, ausgereifte Wasserbetten, und dass es kaum ein anderes Produkt gibt, das so fachhandelsgeeignet ist. Doch was passiert ist grotesk. Ausgerechnet die Bettenspezialisten und Bettenfachhändler haben nach oft kläglichen und halbherzigen Versuchen das Wasserbett abgehakt. „Wir können uns soviel Service (und Reklamationen) nicht leisten.“ Stattdessen gehen diese „Schlafberater“ zurück in die krankmachende Matratzenwelt zu den Allergien, Rückenleiden und Schlafproblemen. Prof. Nicole von der Uni Münster bezeichnet die Liegequalitäten der Konventionellen als „z.T. kriminellen Bereich“. Und was machen die oft so prachtvollen, großen Studios bishin zu Fabrikverkaufhallen ab 79,-€ pro Matratze? Sie vernaschen weiterhin ihre Kunden vorsätzlich mit im Prinzip bedenklichen und gesundheitsgefährdenden Produkten mit netten Worten und dem Heiligenschein von Gütesiegeln. Dabei liegen die Unterschiede und Vorteile „pro Wasserbett“ offensichtlich klar auf dem Tisch, und es bedarf keiner großen Kunst, diese Unterschiede „wie Tag und Nacht“ simpel und plausibel aufzuzeigen.
Wo liegt das Problem? Vielleicht in der Gier? Fachhändler sind neben ihrer Fachlichkeit auch Kaufleute, und leicht übernimmt dieser Part das Ruder, wenn man kaum Ahnung vom Produkt, seinen Qualitäten und Risiken hat, und man dem Verbraucher noch leicht ein A für ein Sch vormachen kann. Die Gunst der Stunde lockt, sich mit übermäßigen Spannen befriedigen zu lassen. Doch das Aufwachen kommt! Dann schämt man sich, mag sein kluges Gesicht nicht verlieren und kehrt lieber zurück in die Vergangenheit, so als wäre nichts gewesen. „Nein Danke, keine Wasserbetten mehr. Unsere Marke war ja gut, aber leider gibt es die Firma nicht mehr. Und bei 50% Ausfällen sind wir froh, nun aus den 5jahres Garantieleistungen heraus zu sein.“ (Original Zitat)
Die reinen, authentischen Wasserbettenfachgeschäfte, auch nach 25 Jahren noch gut im Geschäft, stehen in Deutschland zwar an der Spitze, aber kämpfen mit dem selben Problem. Zum einen können sie nicht alleine den Markt bedienen, und zum anderen unterliegen sie, nach den Boomjahren der Vergangenheit, genauso dem Problem der „kaufmännischen Gier“. „Wir haben die Kunden und bestimmen die Marke, oder machen flugs unsere Eigene. Wir machen uns nicht von einem Hersteller abhängig, noch lassen wir uns irgendetwas diktieren, meint “anraten” (so etwa wie von den Einkaufsverbänden?).“ Das heißt die große Freiheit - Unabhängigkeit? „Jedermanns Freund (ist niemands Freund)“. Aber auf Sicht kommt im Handel niemand ohne ein gutes Produkt aus. Am Ende gewinnen womöglich die Monoshops, wo sich der Betreiber ähnlich einer Franchise, einem Hersteller ausschließlich anschließt und konstruktiv kooperiert.



